Nagelpflege

Schöne, gepflegte Hände verraten viel über den Menschen, und dazu gehören natürlich auch schöne Nägel. Schnell kann es im Alltagsstress passieren, dass die Nägel vernachlässigt werden, dabei benötigen sie doch, genau wie alle anderen Körperteile, regelmäßige Pflege!

Allerdings gibt es auch krankheitsbedingte oder ernährungsbedingte Zustände, die sich nicht ganz so simpel wegpflegen lassen. Das wohl krasseste Beispiel hierfür sind die sogenannten Uhrglasnägel, die sich bei Lungenerkrankungen herausbilden.

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Allerdings sind in den allermeisten Fällen keine tatsächlichen Erkrankungen Ursache für raue, gespaltene oder rissige Nägel, sondern schlicht eine Vernachlässigung durch den Besitzer ;) – sofern nicht  ein Eisenmangel oder ein Zinkmangel aufgrund einseitiger Ernährung dahinter steckt.

Schon der alltägliche Kontakt mit Chemikalien im Haushalt, seien es Geschirrspülmittel, Reiniger, Desinfektionsmittel oder Blumendünger oder einfach Wasser, kann zu diesen Erscheinungen führen, und natürlich noch viel viel mehr. Dagegen könnte man meinen, hilft Nagellack oder Rillenfüller. Allerdings kann man sich seine Nägel mit solchen praktischen Hilfsmitteln auch sehr schnell ganz versauen. Rillenfüller kann nämlich dazu beitragen, den Nagel völlig auszutrocknen, was dazu führen würde, dass er noch spröder wird und noch ungepflegter aussieht. Auch hier hat sich Großmutters Tip, Olivenöl zu verwenden, als wahrer Geheimtip erwiesen. Dazu wird gutes Olivenöl in die Nagelplatte und auch in die Nagelhaut einmassiert.  Dadurch wird der Nagel geschmeidiger gemacht, jeodch nicht langfristig gepflegt sondern eben nur, solange der Olivenölfilm auf dem Nagel aufliegt. Im Zweifel ist die Pflegewirkung also schon mit dem nächsten Händewaschen dahin.

Maniküre

Die Nagelpflege kann auch ganz einfach in den eigenen vier Wänden und ohne Hilfe einer Kosmetikerin durchgeführt werden – wenngleich die Behandlung durch Spezialisten nicht nur sicher und erfolgversprechend, sondern oft auch sehr erholsam ist.

Zu beachten gilt es, nach Möglichkeit eine Holzkernnagelfeile oder Glasfeile und keine grobe Metallfeile zur Nagelpflege zu verwenden. Mit der falschen Feile schadet man dem Nagel mehr, als dass man ihm nutzt.

Scheren sollten gar nicht verwendet werden, weil Fingernägel beim Schneiden häufig brechen oder feine Haarrisse bekommen. An diesen Stellen besteht dann die Gefahr, dass sie reißen. Im Handel ist auch spezielles Nagelöl erhältlich, falls Ihr hierfür ausnahmsweise mal kein Olivenöl verwenden wollt. In jedem Fall werden die Nägel werden dadurch elastischer und weicher.

Auch für die empfindliche Nagelhaut solltet ihr bitte ebenfalls keine Schere verwenden. Allenfalls solltet Ihr hierfür chemischen Nagellackentferner (aus der Drogerie Eures Vertrauens) benutzen.

Gegen gelbliche Nägel, die häufig bei Rauchern zu finden sind, hilft es, regelmäßig Zitronensaft zu verwenden. Eigentlich könnte man damit sogar Zähne bleichen, sollte man aber nicht, weil die Säure den Zahnschmelz angreift!

Für eine besonders reichhaltige Nagelpflege ist es vielleicht doch ratsam, mal den Fachmann oder die Fachfrau an die Hand zu lassen, um ein reichhaltige Nagelpackung oder ein spezielles Nagelpflegeprogramm zu bekommen. Insbesondere, wenn die Nägel schon sehr brüchig und zersplittert aussehen, sollten sie dort ganz vorsichtig mit einer Sandblattfeile behandelt werden. Diese Pflegealternative ist etwas teurer, da Sandblattfeilen in der Regel nur eine ein- bis zweimalige Anwendung überstehen, danach sind sie verbraucht. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass sie nur für einen ganz sanften Abrieb sorgen und das Splittern dauerhaft vermindern.

Nagelform

Um breite Nägel schmaler wirken zu lassen, bietet es sich an, sie zu einem Oval zu feilen. Von vornherein größere Nägel können auch optisch verkleinert werden, wenn dunklere Nagellackfarben verwendet werden und der Nagellack nicht ganz bis zum seitlichen Rand geführt wird – dazu am besten einen Unterlack verwenden, um einen gleichmäßigen Glanz zu erreichen.

Nageldesign

Nageldesign oder Nagelgestaltung hat es sich zur Aufgabe gemacht, künstlerisch den jeweiligen typ der Person hervorzuheben und zu unterstreichen. Grundsätzlich gilt dies für Finger- und auch für Fußnägel. Ebenso einbezogen wird der ganzheitliche Aspekt der Nagelpflege und -reinigung. Die zur Verfügung stehenden Design sind nur die Form und Lage der Nägel begrenzt, für individuelle Kundenwünsche bleibt viel Raum.  Die bekannteste Stilrichtung hierbei sind der französische Stil, auch French Style genannt. Hierbei wird der untere Teil des Nagels  mit Klarlack behandelt,  auf dem oberen Teil wird der weiße Halbmond als optischer Kontrast mit weißem Lack ausgefüllt.

Wem das zu unauffällig ist, der hat auch die Möglichkeit, Steinchen und kristalle aufzukleben, wilde Farbkompositionen zu knalligen Gesamtkunstwerken zusammenfügen zu lassen oder sich gar Airbrush-Motive aufsprühen zu lassen. Immer mehr Frauen greifen auch zu Nagelgelen, die die Nägel formen und die natürlichen Grundlagen verändern können.

Künstliche Nägel

Kunstnägel sollen grundsätzlich erstmal so natürlich wie möglich aussehen, hierzu können Nagelverstärkungen beitragen. Bei natürlicher Lackierung sind Kunstnägel und richtige Fingernägel mit bloßem Auge kaum zu unterscheiden.  Ein nachteil besteht natürlich darin, dass der natürliche nagel unter der Gelmasse weiterwächst und damit in monatlichen Abständen aufgefüllt werden muss. Ansonsten sind sie auch sehr robust, so dass ohne Weiteres Sport mit Ihnen betrieben werden kann.

Bei der Pulver-Flüssigkeits- Technik gibt es einen neuen Trend, den ich an dieser Stelle auch noch erwähnenswert finde:Bei der manchmal noch fälschlicherweise als Acryltechnik bezeichneten Methode wird der Nagelmond, der mitunter auch von Finger zu Finger unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann, nachmodelliert. hierzu verwendet der Nageldesigner ein Gemisch aus White Powder und Pink Powder, so dass im Ergebnis perfekte, homogene und gleichmäßige Nägel die Trägerin zieren.

Bei den Kunstnägeln gibt es überhaupt ganz unterschiedliche Methoden und Verfahren, zwischen denen der Kunde wählen kann. Sehr beliebt sind eben , bei denen zur Kunstnagelmodellage flüssiges Acryl mit Acrylpulver vermischt wird. So entsteht eine gleichartige masse, die dann auf die Nägel aufgebracht wird. Im Anschluss muss die Masse aushärten, dies dauert jedoch Dank ihrer Beschaffenheit aus sogenannten monomeren und polymeren Kunststoffen nicht sehr lange. Zudem sind sie sehr einfach zu verarbeiten und der Nagelglanz kann auch erzielt werden, ohne dass aufwendig lackiert wird.

Vielleicht habt Ihr schon einmal die Gelsets zur Heimanwendung aus der Drogerie getestet. Diese künstlichen Nägel bestehen aus Fiberglas, Leinen oder Seide und werden zunächst in die nötige Form zurechtgeschnitten. Anschließend werden sie auf die  natürlichen Fingernägel aufgeklebt. Vorzuziehen ist hierbei Seide als das natürlichste Material und mit flexiblen Eigenschaften, dies hat allerdings auch seinen Preis. Kunstnägel aus Leinen sind dagegen nicht transparent und tragen auch etwas stärker auf.

Hilfsmittel aus Omas Küche

Auch im Bereich Nägel möchte ich Euch gern ein paar Hausmittelchen vorstellen: Olivenöl und Zitrone gegen Nikotinflecken hatte ich Euch schon oben erläutert, aber es gibt da noch Einiges ,):

· Glänzende Fingernägel

Gegen glanzlose Nägel hilft es, jeden Abend die Nagelpartie mit Vaseline einzureiben.

· Brüchige Nägel

Brüchige Nägel lassen sich auf natürliche Weise wieder härten, wenn sie mit Zitronensaft massiert werden. Öl als Alternative lässt auch lackierte Nägel weniger schnell abbrechen.

· Zu kurze Nägel

Die Nägel sollten niemals zu kurz geschnitten werden, weil sie einen Schutz für das empfindliche nagelbett darstellen. Dieses sollte also zumindest vollständig bedeckt bleiben. Ein ganz schlechtes Zeichen ist es, wenn die berührungsempfindlichkeit steigt – dann sind die Nägel definitv zu kurz!

· Nägel richtig feilen

Anders als meine Empfehlung gegen das Aufquellen liest man auch immer wieder, man solle die Hände vor der Maniküre in ein warmes Wasserbad tauchen. Wahrscheinlich ist das immer dann sinnvoll, wenn die Nägel schon von Natur aus dicker, hart und porös sind. Dann jedenfalls verhindert das Wasserbad ein Splittern der Nägel beim Feilen.

Außerdem sollten die Nägel stets vom Rand zur Mitte hin gefeilt werden, nicht anders herum! Damit wird verhindert, dass sie brechen.

Stumpfe Nagelfeilen sind ebenfalls Gift für die Nägel, sie könnten die glatte Nageloberfläche verletzen. Als Geheimtipp gilt es, die Nagelfeile mit Heftpflaster auf beiden Seiten abzukleben. Dazu drücken Sie das Pflaster fest und ziehen Sie es mit einem Ruck ab, wobei  Schmutz -und Hornreste einfach entfernt werden. Vor dem Verkleben sollte die Feile allerdings trocken sein!

· Kräftigung der Nägel

Zur Kräftigung der Nägel hat sich eine Kombination der Wirkstoffe aus Brennnessel und der Kieselerde bewährt. Kocht dazu morgens und abends jeweils einen Esslöffel Brennnesselblätter mit einer Tasse Wasser auf, lasst das Ganze fünf Minuten ziehen , seiht es ab und löst darin anschließend 1 bis 2 Tabletten Kieselerde darin auf. Der gestank, wenn Brennesselblätter aufgekocht werden, ist normal, also probiert das möglichst nicht vor dem ersten Date in Eurer Wohnung aus! ;)

Ebenfalls für die Nagelpflege verwenden lässt sich Zinnkraut. Dazu werden die Fingerspitzen zweimal pro Woche für etwa 10 Minuten in ein Wechselbad aus warmen Öl und einem Zinnkraut-Aufguss getaucht. Dieser Aufguss besteht aus jeweils einem Teelöffel Zinnkraut,welches ebenfalls mit einer Tasse Wasser aufgekocht, kurz ziehen gelassen und abgeseiht wird. Auch im Zinnkraut ist ein hoher Anteil an Kieselsäure enthalten, der die Nägel stärkt und  splitternde Nägel wieder fest und glänzend werden lässt.

· Nagelhaut

Bei jeder sollte die Nagelhaut sorgfältig zurückgeschoben werden. Angefeuchtete Wattestäbchen eignen sich hierfür sehr gut. Wenn Ihr Euch regelmäßig dazu durchringen könnt, vermeidet ihr überstehende Nagelhäute, die in einer aufwendigen Prozedur wieder entfernt werden müssten – das lohnt sich doch!

Falls die Nagelhaut bereits absteht, ist es okay, diese ganz vorsichtig  mit einer geeigneten  scharfen Schere abzuschneiden. Das bloße Stehenlassen würde eher dazu führen, dass die Nagelhaut einreißt und schmerzt, im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Nagelhautentzündung kommen.

· Nagellacke

Auch die regelmäßige Verwendung farbigen Nagellacks kann zu einer Vergilbung der Nageloberfläche führen.  Hiergegen kann Abhilfe geschaffen werden, wenn Ihr in Zukunft einfach einen Unterlack verwendet, bevor Ihr den Farblack auftragt.

Und falls der Nagellackentferner Euch mal ausgehen sollte, könnt Ihr schließlich auch ganz normales  Terpentin als Ersatz verwenden. Nur als Tip, aber nicht vergessen, hinterher die Hände und Nägel gut unter fließendem Wasser abzuspülen und einzucremen!!

Ich hoffe, Eure Nägel erstrahlen schon bald wieder in Hochglanz und Ihr hattet ein bisschen Spaß mit meinem Blog!

;)