Haarausfall

Haarausfall kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, von einer genetischen Disposition über die Strahlenkrankheit, chemischer Belastung,…die Liste ist unvorstellbar lang und ich möchte darauf auch gar nicht weiter eingehen.

Womit ich mich hier beschäftige, ist der diffuse Haarausfall, der, meist bedingt durch falsche Pflege, eine schlechte Ernährung oder Stress, ohne auf eine bestimmte Stelle beschränkt zu sein, auf dem ganzen Kopf auftritt. Ungewöhnlich oder gar krankhaft ist diese Art des Haarausfalls erst, wenn pro Tag mehr als 100 Haare in der Bürste oder auf dem Kissen zurückbleiben. Zumindest gegen diese Art des Haarausfalls lässt sich doch einiges machen, die richtige Haarpflege kann auch dazu beitragen, Haarausfall zu verhindern oder zumindest einzudämmen. Und dazu seht ihr hier meine Pflegetips :)

  • Generell solltet Ihr darauf achten, möglichst milde Shampoos zu verwenden, die die strapazierte Kopfhaut nicht noch zusätzlich reizen. Es ist immer gut, wenn Panthenol in der Zutatenliste aufgeführt ist, denn dieser Stoff führt dazu, dass mehr Feuchtigkeit in das Haar eingebunden wird.
  • Nach der Haarwäsche solltet ihr immer gründlich mit kaltem oder zumindest kühlem Wasser spülen. dadurch glättet sich die feine Schuppenschicht, die als Haaroberhäutchen das Haar überzieht, und legt sich wieder fest an.
  • Manchmal genügt es schon, nur den Haaransatz zu shampoonieren, um die Belastung des Haares so gering wie möglich zu halten. Die Längen werden ausreichend gereinigt, wenn ihr das Shampoowasser beim Ausspülen über sie rüberlaufen lasst. Unabhängig davon, wie mild Euer Shampoo ist, ist dies die schonendste Methode des Haarewaschens!
  • Ihr könnt die Durchblutung der Kopfhaut anregen, wenn Ihr Euch bei der Haarwäsche selbst ein Kopfmassage gönnt. Dabei nicht zu stark aufdrücken, sondern sanft über jede einzelne Partie der Kopfhaut kreisen. Dies regt auch das Haarwachstum an.
  • Auch ein beruhigendes Haarwasser kann Linderung verschaffen, falls die Kopfhaut zudem trocken und gereizt ist.
  • Zum Kämmen ist ein Kamm mit weit auseinanderstehenden Zinken am besten geeignet. Wichtig ist dabei, dass keine scharfen Kanten oder Zacken zu erfühlen sind. Achtet auf abgerundete Borsten!
  • Auch Haarbürsten mit Metallborsten können die Kopfhaut überfordern und damit zu verstärktem Haarausfall beitragen. Naturhaarbürsten sind zwar teuer, aber in diesem Fall die beste Variante!
  • Falls ihr längeres Haar habt, dann achtet auch darauf, dass Ihr es nicht zu straff bindet. Der Zug durch Zöpfe oder Spangen kann die Haarwurzel schädigen.
  • Auch die Verwendung von Glätteisen soll nur im Ausnahmefall erfolgen. Durch die Hitze wird die Kopfhaut gereizt, außerdem kann die Schuppenschicht der Haaroberfläche verletzt werden. Dadurch kann es auch zu dauerhaften Haarschädigungen kommen.
  • Generell kann sich Stress auch auf die Haarfülle und Struktur auswirken. Welche Methode Euch am besten zur Entspannung verhilft, müsst Ihr ausprobieren, aber es tut in jedem Fall auch Euren Haaren gut, wenn ihr Euer Stresslevel dauerhaft reduzieren könnt!

Gesunde Ernährung

Schon mit der täglichen Ernährung könnt Ihr Euren Haaren viel Gutes tun. Vielleicht ist es ja möglich, ein wenig mehr Gesundes in die tägliche Ration einzubauen – Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente wirken sich auch auf das Haarwachstum aus, da auch die Haarwurzel genährt werden muss und eben Mangelerscheinungen aufweisen kann. Mit der richtigen Nährstoffzufuhr sorgt Ihr daher aktiv dafür, dass in den Haarwurzeln neue Haarzellen gebildet werden.

Kräftiges und schönes Haar benötigt zum Wachsen besondere Vitamine, Aminosäuren und Spurenelemente. Eine ausgewogene Ernährung trägt daher neben anderen Faktoren dazu bei, dass in den Haarwurzeln neue Haarzellen gebildet werden. Schließlich gehören Haarwurzelzellen  zu den teilungsaktivsten Zellen des menschlichen Körpers. Das erkennt Ihr u.a. daran, dass diese z.B. durch atomare Strahlung mit am schnellsten geschädigt werden. Die hierdurch entstandenen Schäden führen, sehr vereinfacht gesagt, zum Veröden der Haarwurzel und zum Haarausfall.

Diese in schneller Folge stattfindenden Zellteilungen erfordern auch einen hohen Stoffwechselumsatz. Viele der hierzu benötigten Vitamine, insbesondere die sogenannten B-Vitamine, und auch der Mineralstoffe sind wasserlöslich, insofern kann der Körper hiervon keine Depots anlegen und ist auf eine ständige Zufuhr angewiesen.