Fettiges Haar
Ich kenne das Problem zum Glück nicht aus eigener Erfahrung, aber meine Freundin Maria klagt über fettiges, strähnig aussehendes Haar. Für Dich, maria, schiebe ich diesen Part hier ein:
Das Problem betrifft sehr viele Menschen, die berichten, schon wenige Stunden nach der morgendlichen Haarwäsche wäre ihr Haar schon wieder fettig-verklebt und würde total ungepflegt aussehen. Dabei ist das Fett oder der Talg, der sich auf der Kopfhaut bildet und aus den Hautporen ausgeschieden wird, eigentlich eine ganz sinnvolle Körperfunktion zum Schutz der Haare. Störend hieran ist nur das “zuviel”. Und zu einem Übermaß an Fettausscheidungen kann es aus ganz unterschiedlichen Gründen kommen. Am häufigsten sind das, leider, genetische Dispositionen, manchmal aber auch durch das vegetative Nervensystem bestimmt (das ist der teil, der nicht dem eigenen Willen unterworfen wird). Manchmal kann auch falsche Pflege oder mechanische Belastung, etwa durch häufiges Tragen von Hüten und Mützen, zu einem leichten Fettfilm auf den Haaren führen. Schon allein die Verteilgung des Fettes von der Kopfhaut auf die Kopfbedeckung und natürlich wieder zurück auf die Haare ist ein Faktor, den Ihr nicht unterschätzen solltet – also Mützen häufig genug waschen!
Talgdrüsen hängen an den Follikeln jedes einzelnen Haares und benetzen quasi von der Wurzel her das Haar mit Fett. Diese Schmierstoffproduzenten sitzen, damit ihr es Euch genauer vorstellen könnt, zwischen Haar und Haarbalgmuskel (ja, sowas gibt es!) und bestehen aus mehreren kleinen Drüsenläppchen. Ausgeschieden wird der sogannnte talg oder auch Sebum, der die oberste Haarschicht geschmeidig halten und ein Austrocknen, struppig werden oder abbrechen verhindern soll. Übrigens sind Menschen nicht die einzigen Lebewesen, bei denen das so ist – Tiere lecken ihr Fell ja auch, um den talg zu verteilen und ihr Fell zu pflegen.
Aber was kann man nun tun? Tips gegen fettiges haar gibt es viele, die von skurillen Vorschlägen, wie beispielsweise mit einer Wollsocke über das haar zu wischen, um das fett aufzusaugen, bis zu halbwegs brauchbar erscheinenden reichen:
- Wie auch bei strapazierten und längeren Haaren schon geraten, sollte man auch bei fettigen Haaren bei der Haarwäsche maximal lauwarmes Wasser verwenden. Je heißer die Temperatur eingestellt wird, desto schneller fettet das Haar nach, denn die Kopfhaut wird durch die Wärme angeregt .
- Das gleiche gilt natürlich für die Temperatur der Föhnluft, wenn Ihr denn schon Eure Haare fönen müsst – Lufttrocknen ist natürlich viel besser!
- Manchmal fehlt den Haaren auch einfach irgend ein Nährstoff und die Haarwurzel versucht, diesen Mangel durch verstärktes Fetten zu kompensieren. Hier hilft es, auch wenn der Gedanke, Fett auf fettiges Haar zu tun, sich seltsam anhören mag, tatsächlich, eine Olivenölkur auszuprobieren. Dazu sollte das leicht erwärmte, handwarme Olivenöl sanft in die Kopfhaut einmassiert und etwa 10 Minuten einwirken gelassen werden. Eine ähnlich lange Einwirkzeit, wie bei der Olivenölkur für strapaziertes Haar braucht ihr hier nicht, da es ja nur um die Wirkung auf die Kopfhaut geht, aber beides lässst sich natürlich auch gut kombinieren und schadet nicht.
- Vielfach wird auch geraten, gerade kein Shampoo gegen fettiges Haar zu verwenden, da dieses angeblich nur das Haar austrocknet und auf Dauer eher schadet oder das gegenteil bewirken soll. ich weiß nicht, ob wirklich etwas an diesem Gerücht dran ist, aber irgendwie kann es doch auch nicht sinnvoll sein, stattdessen ein Shampoo für trockenes Haar zu benutzen…oder…??
- Außerdem soll man, wenn nur die Ansätze fettig sind und der Rest des Haares offensichtlich schlecht mit Feuchtigkeit versorgt wird, ruhig häufiger Reste normaler Creme, beispielsweise nach dem Hände oder Gesicht eincremen, in den Spitzen verteilen, indem man mit den eingecremten Händen durch die Längen fährt.