Feines und dünnes Haar

Die Haarstärken sind genauso wie die Hautstruktur, die Augenfarbe und der Körperbau bei jedem Menschen unterschiedlich. Natürlich halten sich diese Unterschiede in Grenzen. Beim Thema Haare geht es darum, ob die einzelnen Haare eine Stärke von 0,05-0,07 mm haben, was als “normal” bezeichnet wird, oder darunter liegt. Als feine Haare werden solche mit einer Stärke zwischen 0,02 und 0,04 mm bezeichnet.

Hinzu kommt, dass Haare ganz leichte elektrische Ladungen aufweisen, und zwar negative Ladungen. Diese entstehen durch falsche Behandlung mit Kamm und Bürste, Reibung an Pullover oder Jacke, chemischen Einflüssen durch Shampoos, Conditioner, Haarspray und was sonst noch alles an Pflegeprodukten in die Haare eingebracht wird. Dies hat zur Folge, dass die Schuppenschicht des Haares aufgeraut wird, es erscheint porös  und stumpf und lässt sich auch nur widerwillig durchkämmen. Zudem sieht feines Haar oft schlapp aus, ihm fehlt Volumen und Stand. Auch die morgens mit Hilfe von Festiger, Spray und Wachs mühsam aufgearbeitete Frisur fällt schnell zusammen, ein ewiger Quell des Ärgernisses.

Und dann werden die Haare mit zunehmendem Alter auch insgesamt immer dünner und weniger, was mit den Veränderungen im Hormonhaushalt des Menschen zusammenhängt. Gegen die elektrostatische Aufladung hilft es meist schon, Haarspray zu verwenden, damit sie nicht mehr fliegen oder am Kamm hängen bleiben.

Haarpflege für dünnes oder feines Haar 
Abhängig davon, wie die Kopfhaut beschaffen ist, das heißt, ob sie eher fettig, trocken, zu Schuppen neigend oder eben ganz normal ist, sollte das Haarshampoo ausgewählt werden. Bei der Analyse der Kopfhaut kann der Friseur am besten helfen, da man sich selbst doch schnell verschätzt und hier fachkundige Beratung viele Fehlgriffe beim Pflegeproduktekauf vermeiden helfen kann. Dazu zählt auch Haarwasser bei fettigem Haar, ebenso wie Spülungen oder Kurpackungen. Je genauer das verwendete Produkt auf die bedürfnisse des Haares abgestimmt ab, desto besser ist die Pflegewirkung. Im Anschluss können Spezialprodukte, die Fülle im Haar erzielen sollen, eingearbeitet werden.

Ganz wichtig ist, dass Ihr das Haar weder trockenrubbeln noch frottieren dürft. Besser ist es, den Zopf nur ganz zart im Handtuch trockenzutupfen. In das fast trockene Haar könnt Ihr dann Stylingschaum einkneten, um mehr Volumen vorzutäuschen. Wieder ist es wichtig, die Haare nicht zu heiß zu föhnen!

Volumen vom Friseur

Wer es mag, kann beim Friseur auch eine Volumenwelle machen lassen. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Dauerstyling, das speziell entwickelt wurde, um feinem haar zu mehr Stand zu verhelfen. Anders als die klassische Dauerwelle werden die Haare bei einer Volumenwelle nicht kringelig oder lockig, da die Haarstruktur nicht abgeflacht wird. Das Wellenmittel ist nur sehr schwach konzentriert, damit wird dieser Effekt vermieden. Im Gegenteil wird lediglich eine leichte Aufrauhung der Haarstruktur bewirkt, die im Ergebnis zu einem größeren Volumen des Schopfes führt.

Haarschnitt
Auch mit einem angepassten Haarschnitt kann schon viel Volumen ins Haar gezaubert werden. Neben den schon angesprochenen Dauerwellen für langes haar gibt es auch die Möglichkeit, Headline- Behandlungen für kräftigeres haar durchführen zu lassen. Auch diese Behandlung wird vom Friseur durchgeführt. Dabei werden die Haare auf Volumenwickler aufgedreht und mit Flüssigkeit behandelt, die ebenfalls die Struktur des Haares verändert. Neben der kräftigeren Fülle, die im Anschluss an die Behandlung sofort sichtbar ist, wirkt das haar auch sehr gepflegt.

Laserkamm
Kraftloses Haar muss auch nicht von Geburt an schlaff herunterhängen, ebenso häufig kommt es vor, dass sich erst im Laufe des Lebens zeigt, dass die Haarwurzeln ermüdet sind. man spricht dann davon, dass die  ”VEGF-Faktoren” nicht mehr optimal sind und die kommunikation der einzelnen Zellen gestört ist.. Hiergegen soll der kürzlich entwickelte und von einer britischen Firma entwickelte Laserkamm helfen. Er soll die einzelnen Haare vitalisieren und stärken und sogar Haarausfall entgegenwirken. Durch die Behandlung mit Laserlicht sollen die einzelnen Haare stärker nachwachsen, also quasi umgekehrt wie bei der Haarverödung durch Laserlicht. Allerdings ist der Erfolg nicht sofort sichtbar, sondern soll sich erst zeigen, wenn die Haare peu à peu nachwachsen, schon bestehende Haare werden hiervon leider nicht mehr beeinflusst. Danach kann man auch erst nach einem Zeitraum von etwa 3 bis 6 Monaten mit einem sichtbaren Ergebnis rechnen. Allerdings kann man dafür die laserkammbehandlung auch zuhause durchführen und ist nicht auf einen termin beim fach,mann angewiesen.

Ich selbst habe noch keine Erfahrungen mit dem Laserkamm, wäre aber sehr gespannt auf Erfahrungsberichte von meinen lieben Lesern!

Schütthaar

Ein anderes Mittel, das mittlerweile neu auf den Markt gekommen ist der sogenannte Physikalische Haarersatz, den man einfach auf das trockene Haar schütten kann. Diese Form der Verdichtung wird auch Schütthaar genannt.

Natürlich könnt Ihr Euch daneben auch einmal beim Friseur nach der klassischen Haarverdichtung durch Verpflanzung erkundigen, diese Methode ist aber leider noch sehr teuer.

Die richtige Föntechnik
Generell hilft es schon, die Haaransätze mit einem Diffusoraufsatz zu föhnen. Die künstlichen Finger sorgen dabei dafür, dass die Luft bis an den Haaransatz zirkuliert und dadurch Stand bringt. Auf ein Durchkämmen des Haars mit den Fingern während des Föhnens solltet Ihr dagegen verzichten. Das natürliche hautfett, dass Ihr dabei unabsichtlich in die Haare schmiert, lässt die Frisur schnell wieder zusammenfallen und alle Eure Mühe war umsonst.